09.05.2011

Achsschenkelausbau am Passat 3B

Die 274.000 km zeigen auch bei den Radlagern langsam Wirkung. Bei der letzten Fahrt nach Hamburg wurde es dann auch schon laut vorne links und so war schnell klar, dass das Radlager ausgewechselt werden müsste. Eigentlich hatte ich keine Zeit dafür und eine Lagerpresse besitze ich auch nicht, also fragten wir kurzerhand bei unserer Werkstatt nach wann die das denn machen könnten. Die Antwort: in frühestens drei Wochen ist eine Bühne frei und dann könnten sie das reparieren. Uff.

Nicole klärte dann ab, dass wir ihm einfach den Achsschenkel und ein neues Lager vorbeibringen und er würde nebenbei mal das Lager einpressen (kein Hebebühnenbedarf).

Passat mit ausgebautem Achsschenkel

Gesagt, getan. In Team-Arbeit haben wir es geschafft den Achsschenkel auszubauen und zu reinigen. Die Mechanik war fast ein Kinderspiel, habe ich doch bereits zwei Mal die Querlenker getauscht und im letzten Herbst mit Nicole die Federn erneuert.

Was uns richtig Zeit gekostet hat, das war die Entfernung des ABS-Sensors und hätte ich gewusst, dass das Teil anschließend sowieso kaputt ist, dann hätte ich gleich das Kabel gekappt. Wir fanden nämlich partout keinen Stecker um den ABS-Sensor von der Bordelektronik zu trennen. Nicole ging also nach Hause, forschte im Internet und kam triumphierend mit der Lösung zurück: einfach den Gummipfropfen an der Karosserie lösen, dahinter ist der Stecker.

Der Achsschenkel vom Passat 3B5

Am nächsten Tag bereits und für nur €15 hat unsere Werkstatt das neue Lager hineingepresst. Wir haben dann auch gleich den Wagen wieder zusammengebaut. Bei der Gelegenheit habe ich dann gleich das Spiel vom rechten Lager geprüft und - wie nicht anders zu erwarten - ist das auch fällig … aber jetzt haben wir ja Übung ;-) .

Neues Radlager im Achsschenkel vom Passat 3B5

Wir verwenden zur Sanierung unseres Hauses eine Reihe von "altmodischen" Baumaterialien. Dazu gehören bislang Holz für das Fachwerk; Lehm, Leichtlehmmörtel, Lehmputz, Lehmsteine, Leichtlehmsteine zum Ausmauern und Verputzen der Gefache. Kalkmörtel, angemischt mit Maurersand, zum Erstellen des Steinsockels und zur Verfugung zwischen der Bodenschwelle (Eichenschwelle) und dem Sockel. Der Sockel befindet sich bei uns zwischen dem Bodenschweller und dem Fundament.

Das Fundament jedoch, besteht bei uns aus "modernen" Materialien. Es wurde auf eine Tiefe von 90cm ausgeschachtet, eine Beton-Sauberkeitsschicht von 10 bis 15cm eingebracht und darauf insgesamt drei Lagen Beton-Schalungssteine gelegt (75cm). Diese wurden anschließend mit Betonstahl versehen und mit Beton (C25/30) verfüllt und dieser mit einem Flaschenrüttler verdichtet.

Zwischen dem Fundament und dem Steinsockel, welcher aus hartgebrannten Klinkern besteht, haben wir eine Bleibahn eingezogen als Horizontalsperre. Sie soll dafür sorgen, dass im Fundament aufsteigendes Wasser nicht von unten ins Fachwerk zieht. Das gesamte Fachwerk wird mit traditionellen Holzverbindungen gehalten.

Es macht uns Spaß das alte Fachwerkhaus aus dem Jahre 1780 zu sanieren und mit alten Baumaterialien wie Lehm, Lehmsteine, Kalk, Kalkmörtel und Holz wieder herzurichten.