09.10.2010, 18°C

Auf der Suche nach Niveau

Ich hatte gestern bereits damit begonnen etwas Wohnzimmerboden auf das richtige Niveau auszuheben und heute gingen die Arbeiten in vollen Zügen weiter - nachdem wir uns endlich für eine Variante der Balkontüren zum Garten entschieden hatten (es war schon wieder eine Machbarkeitsfrage aufgetaucht).

Wir wollten eigentlich den feststehenden Teil jeweils außen haben aber dann hätten wir die Flügel an dem Mittelpfosten montieren müssen und obwohl der Hersteller das macht, gibt es dann wieder keine Gewährleistung auf die Haltbarkeit. Gnah!

Eine weitere Terassentüranprobe

Wir haben uns für diese Variante der Terassentüren entschieden

Erdaushub

Ist wirklich sehr einfache, ehrliche Arbeit. Ein Mensch, eine Spitzhacke, eine Schaufel und los geht's! Mit zwei Menschen ging es dann recht flott voran heute. Es fehlt uns jetzt nur noch der Bereich im Flur.

Das Werkzeug der Wahl zum Ausheben von Boden und umsetzen von Baustützen

Bis hierhin bin ich gestern noch gekommen dann musste ich zur Feuerwehr

Einen Grossteil der Erde haben wir ins Büro geschoben

Zum Feierabend war das Wohnzimmer auf Niveau gebracht

Das Wohnzimmer hat jetzt ungefähr das richtige Niveau für den Bodenaufbau aber genau wissen wir das erst, wenn ich mit dem Stampfer den Boden verdichtet habe. Wir brauchen jedenfalls 43cm vom Boden zur Oberkante Fußboden. In diesen Raum sollen rein: Schaumglasschotter, Lagerhölzer, Estrichelemente (bzw. Holzdielen) und Fliesen.

Wir verwenden zur Sanierung unseres Hauses eine Reihe von "altmodischen" Baumaterialien. Dazu gehören bislang Holz für das Fachwerk; Lehm, Leichtlehmmörtel, Lehmputz, Lehmsteine, Leichtlehmsteine zum Ausmauern und Verputzen der Gefache. Kalkmörtel, angemischt mit Maurersand, zum Erstellen des Steinsockels und zur Verfugung zwischen der Bodenschwelle (Eichenschwelle) und dem Sockel. Der Sockel befindet sich bei uns zwischen dem Bodenschweller und dem Fundament.

Das Fundament jedoch, besteht bei uns aus "modernen" Materialien. Es wurde auf eine Tiefe von 90cm ausgeschachtet, eine Beton-Sauberkeitsschicht von 10 bis 15cm eingebracht und darauf insgesamt drei Lagen Beton-Schalungssteine gelegt (75cm). Diese wurden anschließend mit Betonstahl versehen und mit Beton (C25/30) verfüllt und dieser mit einem Flaschenrüttler verdichtet.

Zwischen dem Fundament und dem Steinsockel, welcher aus hartgebrannten Klinkern besteht, haben wir eine Bleibahn eingezogen als Horizontalsperre. Sie soll dafür sorgen, dass im Fundament aufsteigendes Wasser nicht von unten ins Fachwerk zieht. Das gesamte Fachwerk wird mit traditionellen Holzverbindungen gehalten.

Es macht uns Spaß das alte Fachwerkhaus aus dem Jahre 1780 zu sanieren und mit alten Baumaterialien wie Lehm, Lehmsteine, Kalk, Kalkmörtel und Holz wieder herzurichten.