02.10.2010

Stiller Abschluss

Heute wurde ein buntes Sammelsurium an Arbeiten erledigt - angefangen mit dem Verschließen der letzten Schlitze im Mauerwerk. Die Zimmerleute hatten uns grünes Licht für das Verschließen der letzten Fächer gegeben und wir haben uns dazu entschlossen dem 25m2 Badezimmer (im Obergeschoss) noch ein Fenster zu spendieren. Somit brauchten wir nur ein paar Steine vermauern und ganz still und leise ging die Ära des Außenwand-Mauerns zu Ende.

Die kleinen Fächer im Gästezimmer sind auch schon zugemauert

Die letzten Schlitze im Fachwerk sind zugemauert und mit Lehmputz verschmiert

Die Hausfront ist komplett zugemauert

Die rechte Hausseite ist komplett zugemauert

Die Rückseite des Fachwerks ist ebenfalls komplett zugemauert

Abnutzung der Mischwendel

Als wir letztens bemerkten, dass die neue Mischwendel hinüber war, beschlossen wir uns bei der Neuen mal etwas genauer hinzuschauen wie schnell sie verschleißt. Auf den nächsten beiden Bildern ist recht gut erkennbar wieviel der Stahl unter nur einer Spritzsitzung mit Lehmputz leidet.

Im Gegensatz dazu, ist auf diesen Bildern sichtbar wie die Mischwendel vor der Sitzung aussah.

Wir haben außerdem noch die letzten 1½ Säcke Kalk-Zement-Leichtputz an den linken Schornstein gespritzt aber fertig geworden sind wir dort trotzdem nicht. Den Rest werde ich von Hand mit der Kelle verschließen.

Die Abnutzungspuren nach nur einer Putzsitzung sind offensichtlich

Jetzt verstehen wir warum die Mischwendel ein Verschleissteil ist

Verschlossener Schornstein

Heute war offensichtlich der Tag der finalen Mauerarbeiten, denn auch auf dem Dachboden habe ich den letzten Stein gesetzt. Somit konnte ich feierlich den Betonschieber einhängen und die Schornsteine als verschlossen deklarieren. Jetzt fehlen noch ein paar richtig große, runde Löcher (die wir noch schneiden müssen) und die Öfen könnten angeschlossen werden.

Der Betonschieber ist drin und somit das letzte Loch im Schornstein verschlossen

Ein Blick, an dem Schornstein vorbei, zeigt das Chaos welches die Vormieter uns hier hinterlassen haben. Das ist nur ein Ausschnitt aber es sieht auf den gesamten 110m2 so aus :-( .

Unser Dachboden sieht abenteuerlich aus aber das waren nicht wir

Wir verwenden zur Sanierung unseres Hauses eine Reihe von "altmodischen" Baumaterialien. Dazu gehören bislang Holz für das Fachwerk; Lehm, Leichtlehmmörtel, Lehmputz, Lehmsteine, Leichtlehmsteine zum Ausmauern und Verputzen der Gefache. Kalkmörtel, angemischt mit Maurersand, zum Erstellen des Steinsockels und zur Verfugung zwischen der Bodenschwelle (Eichenschwelle) und dem Sockel. Der Sockel befindet sich bei uns zwischen dem Bodenschweller und dem Fundament.

Das Fundament jedoch, besteht bei uns aus "modernen" Materialien. Es wurde auf eine Tiefe von 90cm ausgeschachtet, eine Beton-Sauberkeitsschicht von 10 bis 15cm eingebracht und darauf insgesamt drei Lagen Beton-Schalungssteine gelegt (75cm). Diese wurden anschließend mit Betonstahl versehen und mit Beton (C25/30) verfüllt und dieser mit einem Flaschenrüttler verdichtet.

Zwischen dem Fundament und dem Steinsockel, welcher aus hartgebrannten Klinkern besteht, haben wir eine Bleibahn eingezogen als Horizontalsperre. Sie soll dafür sorgen, dass im Fundament aufsteigendes Wasser nicht von unten ins Fachwerk zieht. Das gesamte Fachwerk wird mit traditionellen Holzverbindungen gehalten.

Es macht uns Spaß das alte Fachwerkhaus aus dem Jahre 1780 zu sanieren und mit alten Baumaterialien wie Lehm, Lehmsteine, Kalk, Kalkmörtel und Holz wieder herzurichten.