24.06.2010, 23°C

Hofarbeiten für die Lehmlieferung

Die nächsten Tage werden wir nicht hier sein, weil wir mit meinem Vater nach Hamburg fahren. Daher gab es noch ein paar Dinge zu erledigen (die Fahrt beginnt gleich Freitagmorgen).

Heute war auch Moriens letzter Schultag, also haben Nicole und ich die Kinder unter uns aufgeteilt - das macht es für beide einfacher. Morien kam also mit mir auf meine Einkaufstour. Wir fuhren zuerst zu unserem Baustoffhändler um die bestellten 13 Schalungssteine abzuholen. Die fehlten uns nämlich noch für das letzte Innenfundament (für das Badezimmer im EG).

Dreizehn Schalungssteine habe ich abgeholt

Danach waren wir in Hildesheim beim Holzhandel Gundelach, ein paar Preise holen (wir suchen immer noch einen guten, günstigen Holzhändler in unserer Umgebung) und anschließend sind wir noch an einem Baumarkt eingekehrt 12 Sack Zement kaufen. Die "Einkaufswagen" sind übrigens nur für 250kg ausgelegt (kurzer Blick aufs Typenschild) - wir hatten den Wagen also Ordnungsgemäß überladen (ein Sack Zement wiegt 25kg).

Zement für das letzte Fundament ist eingelagert

Der Lehmputz, den wir vorgestern an die Wände gespritzt haben, beginnt auch schon zu trocknen - wie man sehen kann bilden sich die ersten hellen Flecken im Lehm. Super.

Der Lehmputz beginnt bereits zu trocknen

Nach dem Mittag bin ich erst einmal alleine auf die Baustelle. Ich habe dann, in der brutigen Hitze, die Vollmaske aufgesetzt und den letzten (fast leeren) der "aaaa"sbest Beutel auf die anderen drei verteilt. Somit kann bei Bauschutthändler das Zeug kommende Woche (Montag/Dienstag sagte er) abholen.

Eternit wurde von vier in drei Beutel umgeschichtet

Als kurz darauf Papa mit den Kindern eintrudelte, haben wir den Nachmittag (bis spät in den Abend hinein) damit verbracht den Hof ordentlich zu reinigen. Wir bekommen demnächst eine Lehmlieferung von ca. 45 Paletten - es wird also Stellfläche benötigt.

Papa und ich haben den Steinquader aus dem vorderen Fundament wegbewegt

Mit vereintem Gehinrschmalz haben Papa und ich den Steinquader, der mal ein Eckfundamentstein darstellte (siehe folgendes Video) angehoben und auf die andere Seite des Hofes verfrachtet. Der war nämlich schon ein wenig im Weg ;-) .

Der Steinquader lagert jetzt auf der anderen Hofseite

Die drei Fussballspieler machen eine Pause

Der Hof ist aufgeräumt

Außerdem haben wir:

  1. die Asbestbeutel weiter nach vorne auf den Hof geschoben, damit sie besser erreicht werden können
  2. Einen Lehmsack mit 1,2T Inhalt neben einen anderen versetzt - es handelt sich hierbei um den Ober/Feinputz der erst gaaaaaaaanz am Ende aufgetragen wird (vorher sind noch 30 Bigbags mit Lehmputz dran)
  3. Die Paletten mit den Schalungssteinen und den Klinkern neben die Eingangstür geschoben, zur besseren Erreichbarkeit
  4. Den restlichen Betonkies aus diversen Ecken zusammengetragen
  5. Den Hof gefegt (zum größten Teil)
Die Schalungssteine und Klinker sind näher am Haus

Drinnen habe ich die Baustelle natürlich auch noch ordentlich aufgeräumt. Der Arbeitsplatz muss einfach in einem anständigen Zustand sein, sonst kann man nicht richtig wirken.

Die Baustelle ist aufgeräumt

Wir verwenden zur Sanierung unseres Hauses eine Reihe von "altmodischen" Baumaterialien. Dazu gehören bislang Holz für das Fachwerk; Lehm, Leichtlehmmörtel, Lehmputz, Lehmsteine, Leichtlehmsteine zum Ausmauern und Verputzen der Gefache. Kalkmörtel, angemischt mit Maurersand, zum Erstellen des Steinsockels und zur Verfugung zwischen der Bodenschwelle (Eichenschwelle) und dem Sockel. Der Sockel befindet sich bei uns zwischen dem Bodenschweller und dem Fundament.

Das Fundament jedoch, besteht bei uns aus "modernen" Materialien. Es wurde auf eine Tiefe von 90cm ausgeschachtet, eine Beton-Sauberkeitsschicht von 10 bis 15cm eingebracht und darauf insgesamt drei Lagen Beton-Schalungssteine gelegt (75cm). Diese wurden anschließend mit Betonstahl versehen und mit Beton (C25/30) verfüllt und dieser mit einem Flaschenrüttler verdichtet.

Zwischen dem Fundament und dem Steinsockel, welcher aus hartgebrannten Klinkern besteht, haben wir eine Bleibahn eingezogen als Horizontalsperre. Sie soll dafür sorgen, dass im Fundament aufsteigendes Wasser nicht von unten ins Fachwerk zieht. Das gesamte Fachwerk wird mit traditionellen Holzverbindungen gehalten.

Es macht uns Spaß das alte Fachwerkhaus aus dem Jahre 1780 zu sanieren und mit alten Baumaterialien wie Lehm, Lehmsteine, Kalk, Kalkmörtel und Holz wieder herzurichten.