06.06.2010, 28°C, schwül

Das linke Streifenfundament

Nachdem wir gestern an einer sehr langen Feuerwehrfeier teilgenommen haben und erst gegen 03h30 im Bett lagen, war der Start heute doch etwas zäh. Gegen 11h00 waren wir dann soweit und haben den ganzen Tag durch Beton angemischt und in die Fundamentsteine gegossen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit ließ doch sehr zu wünschen übrig ;-)

Beton gerüttelt und glattgezogen in den Schalungssteinen

Dann, bei ca. 75% Fertigstellung, quittierte der Betonrüttler seine Dienste. Die letzten Ladungen haben wir also besonders dünn anmischen und mühselig von Hand "stochern" müssen.

Ein weises chinesisches Sprichwort lautet: Kaufst du billigen, chinesischen Schrott, bekommst du billigen, chinesischen Schrott.

Das war aber noch nicht alles, denn gleich zum Anfang waren schon die Akkus der Kamera leer. Ich hatte in meinem Rausch wohl vergessen neue einzulegen. Daher ist die Bilderauswahl auch etwas dürftig. Prinzipiell wurde aber nichts vollbracht, was wir nicht schon einmal gemacht oder gezeigt haben.

Der Betonstahl verschwindet im Beton wie es sich gehört

Um 19h00 waren wir dann endgültig fertig mit der Betonorgie.

Wir verwenden zur Sanierung unseres Hauses eine Reihe von "altmodischen" Baumaterialien. Dazu gehören bislang Holz für das Fachwerk; Lehm, Leichtlehmmörtel, Lehmputz, Lehmsteine, Leichtlehmsteine zum Ausmauern und Verputzen der Gefache. Kalkmörtel, angemischt mit Maurersand, zum Erstellen des Steinsockels und zur Verfugung zwischen der Bodenschwelle (Eichenschwelle) und dem Sockel. Der Sockel befindet sich bei uns zwischen dem Bodenschweller und dem Fundament.

Das Fundament jedoch, besteht bei uns aus "modernen" Materialien. Es wurde auf eine Tiefe von 90cm ausgeschachtet, eine Beton-Sauberkeitsschicht von 10 bis 15cm eingebracht und darauf insgesamt drei Lagen Beton-Schalungssteine gelegt (75cm). Diese wurden anschließend mit Betonstahl versehen und mit Beton (C25/30) verfüllt und dieser mit einem Flaschenrüttler verdichtet.

Zwischen dem Fundament und dem Steinsockel, welcher aus hartgebrannten Klinkern besteht, haben wir eine Bleibahn eingezogen als Horizontalsperre. Sie soll dafür sorgen, dass im Fundament aufsteigendes Wasser nicht von unten ins Fachwerk zieht. Das gesamte Fachwerk wird mit traditionellen Holzverbindungen gehalten.

Es macht uns Spaß das alte Fachwerkhaus aus dem Jahre 1780 zu sanieren und mit alten Baumaterialien wie Lehm, Lehmsteine, Kalk, Kalkmörtel und Holz wieder herzurichten.