16.11.2009, 10°C, bewölkt

Stahl- und Steinschnitt

Der Beton war noch nicht fest genug heute um darauf die unterste Lage Betonsteine zu stellen, daher habe ich mich mit diversen Vorbereitungen beschäftigt. Also wässerte ich den frischen Beton um ihm genügend Wasser zur Hydration zu garantieren.

Die Sauberkeitsschicht wurde gewässert

Außerdem mussten die Beton-Schalungssteine zurechgeschnitzt werden. Dazu gehört zum Beispiel das Einschneiden eines Kanals in die Schalungssteine, um dem Fundamenterder freien Durchgang zu gewähren. Dabei hat dann die 230mm Trennscheibe ihren Geist aufgegeben (zu stumpf geworden) - zum Glück hatte ich eine zweite Parat und konnte somit fast unterbrechungsfrei weiterarbeiten.

Die Schalungssteine sind geschnitzt

Diese 230mm Trennscheibe hat ausgedient

Zuletzt habe ich dann noch den Betonstahl vorgeschnitten und -gebogen, sowie den Fundamenterder auf 9m und zwei Anschlüsse auf die großzügige Länge von 2m abgeschnitten. Warum ich zwei geschnitten habe weiß ich noch nicht - ich hatte halt so viel übrig. Vielleicht lege ich noch ein Erdungsanschluß in mein Büro oder zur Scheune hin - was weiß ich auf was für Ideen ich noch komme :-)

Der Betonstahl ist geschnitten und gebogen

Wir verwenden zur Sanierung unseres Hauses eine Reihe von "altmodischen" Baumaterialien. Dazu gehören bislang Holz für das Fachwerk; Lehm, Leichtlehmmörtel, Lehmputz, Lehmsteine, Leichtlehmsteine zum Ausmauern und Verputzen der Gefache. Kalkmörtel, angemischt mit Maurersand, zum Erstellen des Steinsockels und zur Verfugung zwischen der Bodenschwelle (Eichenschwelle) und dem Sockel. Der Sockel befindet sich bei uns zwischen dem Bodenschweller und dem Fundament.

Das Fundament jedoch, besteht bei uns aus "modernen" Materialien. Es wurde auf eine Tiefe von 90cm ausgeschachtet, eine Beton-Sauberkeitsschicht von 10 bis 15cm eingebracht und darauf insgesamt drei Lagen Beton-Schalungssteine gelegt (75cm). Diese wurden anschließend mit Betonstahl versehen und mit Beton (C25/30) verfüllt und dieser mit einem Flaschenrüttler verdichtet.

Zwischen dem Fundament und dem Steinsockel, welcher aus hartgebrannten Klinkern besteht, haben wir eine Bleibahn eingezogen als Horizontalsperre. Sie soll dafür sorgen, dass im Fundament aufsteigendes Wasser nicht von unten ins Fachwerk zieht. Das gesamte Fachwerk wird mit traditionellen Holzverbindungen gehalten.

Es macht uns Spaß das alte Fachwerkhaus aus dem Jahre 1780 zu sanieren und mit alten Baumaterialien wie Lehm, Lehmsteine, Kalk, Kalkmörtel und Holz wieder herzurichten.